Unsere Nager

» Nager Allgemein » Wühler Allgemein » kurzschwänzige Zwerghamster

Kurzschwänzige Zwerghamster (Phodopus)


Dsungare Lola campbell

Süße, quirlige und tollpatschige Wattebällchen auf vier Pfoten im Miniformat.
Zwerghamster sind sehr interessante Tiere, die man Stundenlang beobachten kann ohne Langeweile zu bekommen.

Systematik

Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Wühler (Cricetidae)
Unterfamilie: Hamster (Cricetinae)
Gattung: Kurzschwanz-Zwerghamster (Phodopus)

Es gibt verschiedene Arten:
  • Roborowski (Phodopus roborovskii)
  • Dsungare (Phodopus sungorus)
  • Campbell (Phodopus campbelli)


Dsungare

Roborowski

Campbell

Farben

Agouti (Wild)
Pearl
Saphir
Mandarin
Merle ?)

Wild
Weiß (Husky)
verschiedene
siehe Äußere Merkmale

Vorkommen

Ost-Kasachstan, Südwest-Sibirien

Russland, Ost-Kasachstan, West- und Süd-Mongolei, Teile ChinasMongolei, Süd-Zentralsibirien, Mandschurei

Größe

7-10,5 cm + 0,6-1,8 cm Schwanz

4-5 cm + 0,5 cm Schwanz7-10,5 cm + 0,6-1,8 cm Schwanz

Gewicht

25-45 g20-30 g 20-40 g

aktive Phase

nachts/abendsnachts/abendsnachts/abends

Lebensdauer

2-3,5 Jahre1,5-2 Jahre2-2,5 Jahre

Sozialverhalten*

nur zeitweise allein, meist Paar- & Gruppenhaltung möglichFamiliengruppen, Paar- & Gruppenhaltung meist möglichmonogame Beziehungen, Gruppenhaltung möglich

Charakterzüge**

tollpatschig
zutraulich
meist träge
neigt zu Fettleibigkeit
scheu
schnell / hektisch
hoher Bewegungsdrang
-

Besonderheiten

bekommt ein (weißes) Winterfellist der kleinste Hamstergibt es in vielen Farbvarianten

* auch wenn die Zwerghamster soziale Tiere sind und in der Natur in Gruppen leben können, dann achtet bitte darauf, dass dies meist nicht auf Hamster in Gefangenschaft zutrifft. Für Wurfgeschwister gilt dies teils, allerdings können in jeder Gruppe von einer Minute zur anderen Beißereien entstehen die tödlich enden. Deshalb sind wir generell für Einzelhaltung und raten nur erfahrenden Haltern zur Paar- und Gruppenhaltung (mit Ausweichkäfig).
Bei uns hat es bis jetzt nie auf Dauer funktioniert, nihct mal bei Mutter mit Kindern (Campbell).

** die Charakterzüge sind nur diese, die wir bei unseren Hamstern feststellen konnten, allerdings variiert dies natürlich bei jedem Hamster und ist auch von der Haltung abhängig.
Viele berichten, dass Dsungaren und Campbell aggressiv sind, dies können wir nicht bestätigen und in laufe der Zeit hat wir schon sehr viele Zwerghamster. Nur einmal hatten wir eine bissige Campbelldame, aber dies lag an der Schwangerschaft nach der Geburt lag sich das sofort wieder.
Meistliegt aggressives Verhalten am Halter oder der fehlerhaften Unterbringung.


Äußere Merkmale


Alle Hamster haben seitlich innen liegende Backentaschen, die vom Unterkiefer bis zu den Schultern reichen und zum Nahrungstransport dienen. Man kann volle Backentaschen leicht sehen und erfühlen.

Dsungare

Dsungare weiße Bauchseite Dsungare dunkler Rückenstreifen "> Dsungare Seitenbögen Dsungare Drüse
Die Dsungaren haben einen weißen Bauch, bei welchem man einen Duftdrüsen sehen kann, und einen typischen dunklen Rückenstreifen (Aalstrich).
Das Rückenfell ist mit einer Dreibogenlinie vom Bauchfell optisch getrennt.
Die Körperform ist eher länglich, wenn er nicht gerade sitzt, dann ist der Körper fast eine perfekte Kugel.
Das Fell ist sehr flauschig, was ihn sehr pummelig erscheinen lässt, vor allem das Winterfell.
Einige Dsungaren bekommen ein Winterfell (wahrscheinlich genetisch bestimmt), welches heller ist als das natürliche, was bei weißen Dsungaren (Pearl und Saphir) dazu führt, dass das Fell fast ganz weiß wird und den Aalstrich verblassen lässt.
Bei Dsungaren gibt es nur schwarze Augen und bis jetzt hauptsächlich in 3 Farbvarianten und eine seltenere neue anerkannte Farbe Mandarin, welche wohl bei Dsungaren-Campbell-Hybriden hinzugekommen ist.

DUFTDRÜSE
Bei einigen Männchen ist die Duftdrüse gelb verfärbt und stark ausgeprägt, was daran liegt, dass die Drüse verkrustet ist. Dies führt dazu, dass die Männchen einen sehr starken Eigengeruch verbreiten.
Am besten man tupft die Drüse mit einem (warmen) nassen Wattepad oder Ohrstäbchen ab, damit sich die Kruste aufweicht. Nach ein paar Tagen kann man dann ganz vorsichtig die Kruste abrubbeln/abziehen. Dies aber am besten nur bei zahmen Tieren machen und das Tier nicht zu stark dabei stressen. Wenn das Tier nicht will dann geht es eben nicht. Manchmal hilft es schon, wenn sie sich stärker putzen durch das anfeuchten.


    Farbvariante:
    Beschreibung:


Dsungare agouti
    Agouti
    grau-braunes Rückenfell
Dsungare pearl
    Pearl/Perlmutt
    weißes Rückenfell, oft Aalstrich nicht zu erkennen (nicht mit dem Winterfell verwechseln)
Dsungare saphir
    Saphir
    graues bis bläuliches Rückenfell
Dsungare Mandarin
    Mandarin
    oranges bis bräunliches Rückenfell

Roborowski

Der Robo hat einen rötlich-braunen Rücken mit grauem Unterfell und einen weißen Bauch, an der Seit kann man einen klaren Trennstrich sehen. Die Augenbrauen und Schnauze der Kleinen sind ebenfalls weiß.


    Farbvariante:
    Beschreibung:


robo natur
    Natur
    sandfarbendes Rückenfell mit weißen Bauch
    Husky
    weißlicher, vor allem am Kopf


Campbell

Der Campbell sieht dem Dsungaren sehr ähnlich, nur gibt es von ihm mittlerweile sehr viele verschiedene Farbvarianten und bei ihm können sowohl schwarze Augen (BE) wie auch rote Augen (RE) vorkommen. Auch diese Zwerge haben einen dunklen Aalstrich und eine Dreibogenlinie.


    Farbvariante:
    Beschreibung:


campbell agouti BA
    Agouti
    rote & schwarze Augen

    Albino
    weißes Fell mit roten Augen
campbell argent RA
    Argent
    gelb-braunes/hellbraunes Rückenfell, brauner Aalstrich, helle(r) Pfoten, Ohren und Schwanz, rote & schwarze Augen

    Beige
    beiges-gelbliches Rückenfell, hellbrauner Aalstrich, helle Pfoten und Ohren, rote Augen
campbell black
    Black/Schwarz
    schwarzes Fell, Aalstrich tiefschwarz oder nicht zu erkennen, Dreibogenlinie meist erst im Alter zu erkennen, schwarze Augen, Pfoten weiß, weißen Fleck unterm Kinn (Latz)

    Blue/Blau
    blau-graues Fell mit weißer Stelle unterm Kinn (Latz)

    Bluebeige
    rote Augen (3 Gene)

    Bluefawn

    Champagne
    weiß-beiges Fell, kein Aalstrich, keine Dreibogenlinie (4 Gene), rote Augen

    Chocolate
    dunkelbraunes Fell, schwarzer Aalstrich, keine Dreibogenlinie, Pfoten weiß, weißer Fleck unterm Kinn (Latz), schwarze Augen

    Darkbeige
    kein Aalstrich, keine Dreibogenlinie, weiße Ohren und Pfoten, rote Augen(3 Gene)

    Dove/Taube
    grau-blaues Fell, kein Aalstrich, keine Dreibogenlinie, rote Augen

    Grey

    Lilac
    gräulich/bläuliches Fell, Dreibogenlinie meist erst im Alter erkennbar, weiße Stelle unterm Kinn (Latz), helle Ohren und Pfoten, rote & schwarze Augen

    Lilacfawn
campbell mottled agouti
    mottled Agouti
    gescheckt, weißes Fell mit braunen Flecken

    mottled Black
    gescheckt, weißes Fell mit schwarzen Flecken

    Opal
    grau-blaues Rückenfell, schwarze Augen

    Platin
    Aufhellung des Fells oder einzelner Stellen, Abwandlung von allen Farbvarianten möglich, ! zwei Platin Hamster dürfen nicht gepaart werden, da Missbildungen bei den Jungen sehr wahrscheinlich sind !

Fellvariante:
    Satin - längeres & glänzendes Fell


Krallen & Zähne

Dsungaren Krallen

An den Vorderpfoten befinden sich 4 Zehen mit Krallen und an den Hinterpfoten 5 Zehen mit Krallen. Die Krallen sind lang, dünn und weiß, zu den Spitzen hin wirken sie leicht durchscheinend.

Sie besitzen 4 Schneidezähne (Nagezähne), die ständig nachwachsen, keine Eckzähne, keine vorderen Backenzähne, wodurch eine Lücke entsteht und 12 Backenzähne.

Zahnformel: I1 - - M1 M2 M3 -> 16 Zähne

Sinnesorgane

Dsungare Sinnesorgane Dsungare Auge

Die Dsungaren haben sehr schlechte Augen, die bei genauem Betrachten nicht ganz schwarz sind, sondern in der Mitte immer noch eine schwarze Pupille haben. Die Augen sind recht groß und stehen leicht hervor (spezifisch für nachtaktive Tiere) und können Bewegungen und Helligkeitsunterschiede wahrnehmen.

Zum Orientieren benutzen sie am meisten ihren Geruchs- und Tastsinn.
Mit Hilfe des Geruchssinns können sie sowohl andere Artgenossen, Feinde und Menschen unterscheiden als auch Art und Qualität der Nahrung bestimmen.
Da sie sich über Gerüche orientieren, sollte der Käfig niemals komplett gereinigt werden. Wichtig ist auch bei einer Hamstergruppe, dass der Typische Gruppengeruch erhalten bleibt, da sich die Gruppe sonst schnell zerfallen kann (auch durch eine Gittertrennung ändert sich der Geruch, da die Tiere nicht mehr bei einander liegen).

Zur Umgebungsorientierung benutzen die Kleinen ihre Tasthaare (Vibrissen). Dies ermöglicht dem Hamster Hindernisse zu erkennen und zu entscheiden ob Öffnungen groß genug sind (falls der Hamster nicht stark übergewichtig ist).

Besonders gut ist auch der Hörsinn ausgebildet. Hamster können sogar im Ultraschallbereich hören (z.b. Paarung und Aufzucht). Um die Geräusche zu lokalisieren, stellen sich die Hamster meist auf die Hinterbeine und drehen den Oberkörper in alle Richtungen.

Bei den anderen Zwerghamstern dürfte das gleiche zutreffen.

Geschlechtsmerkmale

campbell Geschlechtsmerkmale männlich (Männchen) campbell Geschlechtsmerkmale weiblich (Weiblich)
Hier sind Bilder von unserem Campbell-Nachwuchs, die Bilder entstanden spontan, da die Kleinen schon versucht hatten sich am Finger festzuhalten und still gehalten hatten, aber man kann hier schon sehr gut die Unterschiede sehen, besser als wenn sie Fell haben.
Bei allen Nagern ist der Genital-Anal-Abstand beim Männchen größer als beim Weibchen, zudem kann man bei den Babys sehr gut bei den Weibchen die 8 Zitzen sehen (dunkle Punkte vor und hinter jedem Beinchen).
Bei einigen Weibchen sind die Zitzen auch später durch das Fell noch recht gut zu erkennen, aber meist sieht man sie nur in der Schwangerschaft.

campbell Geschlechtsmerkmale männlich (Dsungaren-Männchen)
Männchen sind hinten meist breiter durch die Hoden, allerdings können sie diese einziehen und damit die Bestimmung etwas erschweren.


Verhalten & Charakterzüge


Sozialverhalten

Geht davon aus, dass Hamster ausschließlich Einzelgänger sind, dann gibt es keine bösen Überraschungen.
Viele Zoohandlungen sagen zwar, dass sie auch in Gruppen gehalten werden können, aber dem ist nicht so bzw. es ist nicht so einfach.
Sobald diese geschlechtsreif werden leben die Hamster nicht mehr in Gruppen und es kann zu schlimmen Beißereien kommen (solange bleiben die Tiere meist nicht in der Zoohandlung und deshalb kommt es wohl sehr oft zu Fehlberatungen).
Es gibt zwar auch Hamster z.B. den Roborowski, der "leichter" in einer Gruppe gehalten werden kann, aber aus eigener Erfahrung würde ich da nur Weibchen bzw. max. 1 Männchen empfehlen, aber auch hier kann die Gruppe sich ganz plötzlich zerstreiten, dies sollte immer beachtet werden.
Zudem hängt es von vielen Faktoren ab wie stabil die Gruppe bleibt, von der Käfiggröße, Art und Menge des Futters, Käfigausstattung und vor allem ob es Wurfgeschwister sind.
Oft kommt es bei einer Umsetzung der Tiere auch zu einem Gruppenzerfall.
Deshalb würden wir unerfahrenen Haltern auf keinen Fall mehr als ein Hamster pro Käfig empfehlen.

Aktivitäten

Unsere Dsungaren sind eher leidenschaftliche Kletterer, hängen oft stundenlang kopfüber und klettern an der Decke lang, wobei unserer Robos mehr Läufer sind und stundenlang im Rad laufen.
Alle Zwerghamster sind nacht- / dämmerungsaktiv und kommen tagsüber nur sehr selten nach draußen, meist um zu fressen. Während sie schlafen dürfen sie auch nicht geweckt werden.
Allerdings kommt es auch oft dazu, dass die Kleinen sich dem Rhythmus des Halter anpassen und öfters auch tagsüber herauskommen.

Torpor (Dsungarischer Zwerghamster):
Beim Dsungaren gibt es ein Phänomen, das sich Torpor nennt und eine Anpassung an ihren Lebensraum darstellt. Dieses Phänomen tritt meist im Winter auf. Hierbei versucht der Hamster sich im Winter dem geringen Futterangebot anzupassen indem er Energie spart, also die Körpertemperatur runter setzt (bis auf 19 °C). Die Tiere sind meist ruhiger /schwerfälliger an kälteren Tagen als an wärmeren.
Dsunagre mit Winterfellansatz Während der langen Tagen im Sommer sind die Tiere schwerer (um 45g) und nehmen relativ viel Futter auf (4 g). Während der kürzeren Wintertagen bauen sie dann ihr Fettpolster ab und fressen weniger (2,8g), wodurch die Tiere leichter (um 26g) werden. Für den Übergang der Phasen benötigen die Tiere meist 10-12 Wochen und wird durch die Änderung der Tageslichtlänge hervorgerufen, durch tiefe Temperaturen kann das Phänomen unterstützt werden.
Wenn wenig Futter im Winter zur Verfügung steht, reduzieren die Hamster ihre Bewegungsaktivitäten, werden aber generell am Tag aktiver und gehen öfters auf Futtersuche. Bei ausreichendem Futterangebot, sind sie eher nachts aktiv.
Es wird übrigens nicht nur das Gewicht durch die Photoperiodik ("Lichtphasen") beeinträchtigt sondern auch die Fellfarbe (aufgehelltes Winterfell) und Gonadenfunktion (Ovarien / Hoden), wodurch im Winter die Zeugungsfähigkeit geringer ist. Für die Zwerghamster ist daher ein jahreszeitlicher Rhythmus wichtig.
Bei uns hatten wir von 6 nur eine Hamsterdame, die genau das Verhaltensmuster gezeigt hatte, im Winter hatte sie 22 g gewogen und nun zum Frühling ist sie auf 34g gestiegen und tagsüber inaktiver geworden. Sie war auch die einzige, die ein Winterfell bekommen hatte (auf dem Bild sieht man wie das Fell langsam heller wird und es sich vom Rücken und Gesicht ausbreitet).

Auf dem Bauch rutschen:
Oft sieht man die Hamster mit dem Bauch über Gegenstände/ den Boden rutschen. Dabei markieren sie mit ihrer Duftdrüse am Bauch ihr Revier, dies dient auch zur Orientierung.

Geräusche

Zwerghamster sind sehr leise Tiere, dass einzige was stören könnte ist das Laufrad, allerdings bei dem richtigen Rad und dem richtigen Standort, kann man die Lautstärke auf ein Minimum reduzieren.
Ansonsten sind die einzigen Geräusche, die wir bei unseren Dsungaren mitbekommen haben Fauchgeräusche (klingt etwas wie Elektrizität) und extremes Quieken, allerdings kommen diese Lautäußerungen nur bei sehr starken Unwohl sein / bei der Revierverteidigung vor.


Haltung


Bei Hamstern ist es oft so, dass sie eine "Toilettenecke" haben und eine "Vorratskammer", wo sie ihr Essen hamstern. Auf diese Bereiche muss immer geachtet werden, dass es dort nicht zu stark zu Verunreinigungen kommt, ansonsten macht ein Hamster nicht so viel Schmutz (außer beim buddeln vllt. nach draußen). Teilweise ist Schlaf-, Toiletten- und Essensplatz in einer Ecke, weshalb keine Häuser mit Boden verwendet werden sollen, sonst verunreinigt das Essen stärker.

Da die meisten Hamster ja Einzelgänger sind und somit sich nicht gegenseitig putzen können, ist es ratsam ein "Badeplatz" einzurichten, dieser besteht aus einer kleinen Schale mit Sand (aus der Tierhandlung z.B. Chinchilla oder Vogelsand, aber OHNE Muschelschalen OHNE Anis und OHNE Quarz, am besten Attapulgus Sand).

Hamster können zwar an Gitterstäben hochklettern, aber mit dem Herunterklettern hapert es oft, deshalb sollte darauf geachtet werden, dass die Kleinen nicht tiefer als 30 cm fallen können.

Art der Unterbringung:

(+ Vorteil, ~ neutral, - Nachteil)
Aquarium / Terrarium / Plastikkäfig:

    + Umgebung des Käfigs bleibt sauber

    ~ keine störenden Gitterstäbe beim Beobachten
    ~ die schlechte Belüftung von Aquarium/Plastikkäfig ist bei Zwerghamstern nicht so wichtig, da die Zwerge wenig Dreck machen und somit nicht soviel Ammoniak entsteht

    - Klettermöglichkeiten und Ebenen müssen selbst gebaut werden

Gitterkäfig:

    + Klettermöglichkeiten sind gegeben
    + Ebenen und Extras können leichter befestigt werden

    ~ Streu und Futter verschmutzen die Käfigumgebung, wenn der Hamster buddelt

    - Gitterabstände müssen unter 1cm sein, sonst Ausbruchsgefahr -> somit auch nur für ausgewachsene Hamster
    - Unfallgefahr an Gittertüren (hatten jetzt schon zwei Hamster, die ein Beinchen dadurch verloren hatten und das trotz teuren Markenkäfig)

Für die, die keinen Käfig selber bauen können oder wollen, hier ein paar Vorschläge die unserer Meinung nach eine gute Alternative darstellen:
Fressnapf - Timmy
Fressnapf - Vivario 80 Choco Vanilla
Fressnapf - Vivario 120 Antik Platinum
Fressnapf - Matti

Standort

Das Hamsterheim sollte etwas höher stehen, da beim Vorbeilaufen sonst ein Fluchtreflex ausgelöst wird. Die Feinde der Tiere sind vor alle Raubvögel, die ebenfalls von oben kommen. Allerdings nicht über Schulterhöhe, da die Kleinen sonst ein aggressives Verhalten zeigen, wahrscheinlich weil sie sich dann dominanter fühlen.
Der Standort sollte ruhig und frei von Zigarettenrauch, intensiven Gerüchen (keine Küchen), Zugluft, direkter Sonneneinstrahlung oder kompletter Dunkelheit und starken Temperaturschwankungen sein. Auch wenn die Kleinen in einem Durchgangsbereich stehen, zeigen sie aggressives Verhalten, da sie sich bedroht und gestört fühlen. Da die Hamster meist nachts laut sind, sollten sie nicht im Schlafzimmer stehen.

Zubehör

  • Trinknapf/-flasche
  • Fressnapf
  • Badeschale/Kloschale: sehr wichtig, leider lässt sich nicht kontrollieren ob sie diese zum Baden oder als Klo benutzen, daher regelmäßig säubern (unsere benutzen anscheinend überdachte Schalen als Klo)
  • Laufrad: dient zur Bewegung, aber Achtung nur Laufräder mit einer offenen und einer geschlossenen Seite benutzen, und mit geschlossener mind 27cm Durchmesser bei größeren ausgewachsenen Zwergen (robos 20cm)
  • Schlafhäuser/Verstecke: mind zwei da sie ihre Schlafplätze wechseln, Brücken, Röhren, Kokosnüsse, Tontöpfe etc. zusätzlich als Versteck anbieten
  • Tunnel/Röhren, sollten aus Holz oder Pappe sein
  • Transportbox: für Tierarztbesuche und zum Kauf, sollte genug sein, falls mehrere Tiere gleichzeitig zum Arzt müssen
  • Einstreu, Heu und Papiertücher und Pappe zum Nestbau
  • Klettermöglichkeiten: Leitern, Kletterwände, Steine, Brücken, Rampen etc. sollten nicht zu steil sein, je nach Größe habe sie mit Leitern leichte Probleme können sich aber gut hochziehen an Dingen. Seile, Holzstangen etc. sind nicht geeignet, da die Zwerge nicht gut klettern bzw. sich festhalten können


Hier gibt es noch ein paar Links auf andere Seiten von uns:

Nachwuchs

Paarung

Nachwuchs zu bekommen kann recht schwierig werden, da Hamster Einzelgänger sind, müssen sich Männchen und Weibchen nicht immer verstehen.
Die beiden bleiben auch meist nur zur Paarung zusammen und werden sonst getrennt gehalten.
Das Paarungsalter liegt zwischen 4 Monaten und 1 Jahr, außerhalb kann es zu starken Gesundheitsproblemen kommen, und das Weibchen ist alle 4 Tage paarungsbereit, deshalb kann es zu Doppelschwangerschaften kommen.

Bei der Paarung ist zu beachten, dass einige Farbvarianten nicht gepaart werden dürfen, da schwere Missbildungen und Totgeburten die Folge sein könnten:
  • Dsungare: Pearl & Pearl
  • Campbell: Platin & Platin, Mottled & Mottled, Platin & Mottled

Schwangerschaft & Geburt

Bei den Hamstern ist es nicht ganz so deutlich zu sehen, dass sie schwanger sind. Wenn man allerdings Paarungsversuche unternommen hat und das Weibchen dann immer weiter zunimmt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Zumindest bei dem Campbell kann man sagen, dass das Weibchen sehr aggressiv werden kann.
Die Tragezeit beträgt je nach Hamster zwischen 17-23 Tagen und die Wurfgröße kann 1 bis zu 8 Jungen betragen.
Die Jungen werden blind, nackt und mit geschlossene Ohren geboren.

Entwicklung der Jungen

Bilder von unserem Campell-Nachwuchs (Mutter: Mottled Agouti, Vater unbekannt), ganz rechts ist ein Dsungare
2 Tage 9 Tage 12 Tage 12 Tage 17 Tage 21 Tage






21 Tage
2 Tage alt 9 Tage alt 12 Tage alt 12 tage alt 17 Tage alt 21 Tage alt






ca 21 Tage alt


Bitte fassen sie die Kleinen niemals an, wenn sie davor ein anderes Tier angefasst haben oder andere starke Gerüche anhaften, sollte eigentlich auch bei ausgewachsenen Tieren beachtet werden.
Bevor sie an die Tiere gehen immer Hände waschen, am besten mit einer parfümfreien Seife, die Mutter vorsichtig einfangen (Röhre, umgedrehtes Häuschen, Tasse etc.) und die Hände mit dem Streu einreiben.
An den ersten Tagen sollte vorsichtig geguckt werden ob tote Babys im Nest liegen, diese müssen gegebenen Falls entfernt werden, ansonsten sollte vollkommene Ruhe herrschen und Stress vermieden werden.
Nach einer Woche kann auch der Käfig normal und vorsichtig gesäubert werden, dabei das Nest intakt lassen!.
Sobald die Kleinen die Augen offen haben und von allein herumlaufen, kann man sie auch auf die Hand nehmen, aber Achtung! sie sind sehr sprunghaft und schnell.
  • nach 10 Tagen öffnen sie die Augen
  • mit 2 Wochen wogen unsere 13g und sind schon allein auf Futtersuche und trinken gegangen, lassen sich aber immer wieder unter die Mutter fallen um sich säugen zu lassen.
  • nach 3 Wochen werden sie nicht mehr gesäugt
  • nach 4 Wochen werden sie oft getrennt, um Inzucht zu vermeiden, allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass die jungen Hamster (vor allem die Weibchen) sich gegen eine Paarung wehren, somit besteht nur eine sehr geringe Gefahr und auch in der Natur gibt es bei den Kleinen noch nicht so das ausgeprägte Interesse
  • nach 5 Woche könnten sie abgegeben werden, sollten sie aber nicht !, um so später um so besser, solange es nicht zu Streitereien kommt. Die Kleinen lernen noch sehr viel in der Anfangszeit und somit kann jeder Tag für ihr Sozialverhalten wichtig sein.
  • nach 5-6 Wochen sollten die Männchen aus der Gruppe genommen werden und als Gruppe einen eigenen Käfig bis zur Abgabe bekommen. Spätestens wenn bei einigen schon die Hoden deutlich erkennbar sind.
  • nach 6-7 Wochen können die Kleinen nun endlich ihren eigenen Weg gehen. Bei Robos sollte länger gewartet werden (bis zu 10 Wochen), da sie kleiner sind. Auch wenn die Kleinen einen längeren Transport weg vor sich haben, sollten sie schon älter sein
  • Geschlechtsreife: 6-8 Wochen



Script Copyright by ilch.de - Design Copyright by unsere-nager.de | Impressum & Haftungsausschluss | Kontakt | Letzte Änderungen
Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits