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Wir wollen hier mal auf das Thema "Schlangenfutter" eingehen.

Das Thema Futtertiere ist ein sehr umstrittenes und meist emotional aufgeladen. Personen die in Anzeigen Ihre Tiere als "Schlagenfutter" anbieten, bekommen sehr böse Mails mit Inhalten wie:  "Wie kann man sein Tier nur als Schlangenfutter anbieten? Das ist unmenschlich" oder Tipps wie "Setzten Sie die Tiere lieber aus, dann haben die Kleinen noch ein schönes Leben".

Wir haben grundsätzlich kein Problem, dass Nager/Tiere verfüttert werden, man sollte viel mehr darüber nachdenken, dass auch Futtertiere artgerecht gehalten werden sollten. Einige fragen sich bestimmt, wie Nagerliebhaber damit einverstanden sein können, dass die süßen Fellknäule verfüttert werden. Aber hier liegt auch schon ein Problem bei der Diskussion. Schlangen/Reptilien sind zum größten Teil fleischfresser, aber leider nicht so flauschig und süß, somit haben sie es, wenn man einige Tierschützer richtig versteht, anscheind kein Anrecht darauf artgerecht mit Nahrung versorgt zu werden. Also soll man fleischfressende Tiere verhungern lassen ?  Denn Pflanzen können sie nicht verdauen und würden auch keine Nährstoffe aufnehmen können, somit elendig zu Grunde gehen. Im Übrigen gibt es auch einige Nager, die kleinere Tiere wie Frösche fressen, wobei eine ganze Masse zu mindest Insekten frisst, was bei einer artgerechten Haltung auch beachtet werden sollte.
Natürlich ist es viel schöner, wenn die Kleinen ein schönes Zuhause bekommen, nur leider haben wir auch schon häufiger Nager gesehen, die unter schlechten Bedingungen gehalten werden, zu kleine Käfige habe, falsch ernährt werden, krank oder verletzt im Käfig in der Ecke liegen und leidvoll sterben. Und das alles bei angeblich tierlieben Haltern, die angeblich zuwissen glauben was gut für ihr Tier ist, aber kein Geld für Einrichtung / Käfig oder Arzt ausgeben wollen.
Am schrecklichsten find ich es, soziale Tiere die in Gesellschaft leben müssen allein zu sehen. Diese Tiere liegen depressiv im Käfig, rühren sich nur noch für das nötigste und bekommen mit der Zeit Verhaltensstörungen. Sowas ist ein viel größeres Problem und vorallem viel stärkere Tierquälerei als das Verfüttern der Tiere. Gerade bei den kleinen Nagern kann man oft bei Krankheiten nichts machen (Diabetis, Tumoren etc), hier sollte der Halter auch ohne Anfeindung entscheiden dürfen, dass er das Tier zum Verfüttern abgibt und es nicht leiden lässt oder gleich einschläfern  muss. Solange keine Medikamente gegeben wurden, ist es nicht gefährlich für das Reptil.

Zur Haltung von Futtertieren ist es unserer Meinung bedenklich, dass die Tiere in kleinen "Zuchtboxen" (Makrolonboxen) gehalten werden, und dass da auf einen schuhkartongroßen Käfig gern mal 6 - 12 Tiere kommen, die gemischt geschlechtlich gehalten werden. "artgerecht" wär für Mäuse mind. 0,5m². Zum Glück gilt das nicht für alle, aber wohl die meisten, die Massenzucht betreiben.

Noch eine Anmerkung zu den Möchte-gern-Tierschützern, die Tiere lieber aussetzen als zu Verfüttern.
Zum einen ist das Aussetzen von Tieren verboten !!!
Und zum anderen kann es auch keinen plausiblen Grund dafür geben. Diese Tiere sind es weder gewohnt sich Futter zu beschaffen noch haben sie eine Familie/Gruppe die sie beschützt. Auch das komplette Verhalten ist nicht auf die Konfrontation mit Feinden ausgelegt, die meisten Haustiere können sich nicht mal mehr tarnen, da ihre Fellfarbe/-struktur viel zu auffällig wäre.



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