Unsere Nager

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Nagetiere (Rodentia)


Kaktusmaus Dsungarischer Zwerghamster Degu

Zu den Nagetieren gehören rund 2.300 Arten und bilden somit 42% aller Säugetiere.
Sie sind äußerst anpassungsfähig und haben es somit geschafft weltweit viele unterschiedliche Lebensräume zu erobern (sogar Gewässer).

Systematik

Klassifikation: Lebewesen
Domäne: Eukaryoten (Eucaryota)
Reich: Tiere (Animalia)
Unterreich: Vielzellige Tiere (Metazoa)
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Zweiseitentiere (Bilateria)
Überstamm: Neumünder (Deuterostomia)
Stamm: Chordatiere (Chordata)
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe : Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung:Euarchontoglires
Ordnung: Nagetiere

Unterordnungen und ihre Familien:
  • Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
    • Stummelschwanzhörnchen (Aplodontidae)
    • Hörnchen (Sciuridae)
    • Bilche (Gliridae)

  • Biberverwandte (Castorimorpha)
  • seit 2005 selbständig, bis auf den europäischen Biber kommen alle Arten in Mittel- und Nordamerika vor
    • Biber (Castoridae)
    • Taschenratten (Geomyidae)
    • Taschenmäuse (Heteromyidae)

  • Mäuseverwandte (Myomorpha)
    • Springmäuse (Dipodidae)
    • Stachelbilche (Platacanthomyidae)
    • (Spalacidae) - Unterfamilien:
      • Blindmäuse (Spalacinae), Blindmulle (Myospalacinae), Wurzelratten (Rhizomyinae), Maulwurfsratten (Tachyoryctinae)
    • Wühler (Cricetidae)
    • Langschwanzmäuse (Muridae)
    • (Nesomyidae)
    • Maushamster (Calomyscidae)

  • Dornschwanzhörnchenverwandte(Anumaluromorpha)
  • Arten ausschließlich in Mittel- und Süd-Afrika
    • Springhasen (Pedetidae)
    • Dornschwanzhörnchen (Anomaluridae)

  • Stachelschweinverwandte (Hystricomorpha)
    • (Diatomyidae) - einzige Vertreter Laotische Felsenratte wurde erst 2005 entdeckt, systematische Stellung ist noch unklar
    • Kammfinger oder Gundis (Ctenodactylidae)
    • Stachelschweine (Hystricidae)
    • Die Sandgräber (Bathyergidae)
    • Felsenratte (Petromuridae)
    • Rohrratten oder Grasnager (Thryonomyidae)

      Unterordnung: Meerschweinchenverwandten (Caviomorpha)
    • Baumstachler (Erethizontidae)
    • Pakas (Cuniculidae)
    • Meerschweinchen (Caviidae) - umfassen auch Pampashasen und das Capybara
    • Agutis und Acouchis (Dasyproctidae)
    • Pakarana (Dinomyidae)
    • Chinchilla (Chinchillidae)
    • Chinchillaratten (Abrocomidae)
    • Trugratten (Octodontidae) - dazu gehört der Degu
    • Kammratten (Ctenomyidae)
    • Die Stachelratten (Echimyidae)
    • Biberratte oder Nutria (Myocastoridae)
    • Die Baumratten oder Hutias (Capromyidae)
    • Riesenhutias (Heptaxodontidae) - ausgestorben, systematische Stellung ist noch unklar



Äußere Merkmale

Unter den Nagern findet man kleine bis mittelgroße Säugetiere, die meisten haben kurze Beine und bewegen sich auf allen Vieren fort.
Die Afrikanische & Eurasiche Zwergmaus ist mit durchschnittlich < 5 g der kleinste Nager und das Capybara (Wasserschwein) ist mit 50-60kg und 1-1,3m der größte lebende Nager.
Die meisten Nager erreichen eine Größe von 8-30 cm und zumindest die kleineren Nager haben oft nur eine Lebenserwartung von 1-3 Jahren.

Fell

Das meist dichte Fell besteht aus Woll- & Deckhaar und ist bei den meisten Arten am ganzen Körper zu finden, nur wenige haben einen (fast) haarlosen Schwanz und der Nacktmull ist die einzige Nagetierart die komplett nackt ist (mal abgesehen von einigen Züchtungen mittlerweile).
Das Fell ist meist unauffällig in braun oder grau gefärbt, teils auch gelblich bei Wüstentieren, nur einige Tropenhörnchen sind auffälliger gefärbt (auch hier sind weitere Farben bei den Haustieren raus gezüchtet worden).

Schwanz

Die meisten Nager besitzen einen Schwanz, mit denen einige sich festhalten (meist die auf dem Baum lebenden^^) und das Gleichgewicht beim Klettern halten können.
Bei größeren oder unterirdisch lebenden Nagern ist der Schwanz zurückgebildet.
Einige Arten können ihren Schwanz abwerfen, wenn sie vor Feinden fliehen wollen, zum größten Teil wächst der dann wieder nach.

Backentaschen

Manche Arten haben große, bis hinter die Ohren reichende, mit Fell ausgekleidete Backentaschen, die zum Reinigen ausgestülpt werden können.
Bei Hamstern befinden sich deren Öffnungen in den Mundwinkeln, bei Taschennagern an den Außenseiten der Wangen.

Gebiss

Das wichtigste gemeinsame Merkmal sind die Nagezähne, welche sehr kräftige meißelartig geformte Schneidezähne an Ober- & Unterkiefer (jeweils ein Paar) sind.
Die Nagezähne sind wurzellos und wachsen ständig nach, weshalb das Nagen überlebenswichtig ist, da so die Zähne auf einer Länge gehalten werden können.
Wenn es zu keiner Abnutzung kommt wachsen die unteren Zähne außen an der Schnauze hoch und die oberen können sich spiralenartig in die Kiefer bohren.
Nagetiere besitzen anstatt Eckzähne nur eine Lücke zwischen den Nagezähnen und den Backenzähnen.
Bei den Backenzähnen ist je nach Art eine unterschiedliche Anzahl vorhanden, diese wachsen meist nicht sondern haben eine feste Länge (es gibt einige Ausnahmen) und außer bei einigen Meerschweinchenartigen Tieren gibt es kein Zahnwechsel (also keine Milchzähne).

Die Zähne des Gebiss werden als Zahnformel dargestellt, entweder als obere und untere Hälfte oder nur ein Viertel des Gebisses.
Die Abkürzungen für die Zähne : I - Incisivi (Schneidezähne), C - Canini (Eckzähne), P - Prämolaren (Vormahlzähne), M - Molaren (Mahlzähne)

Zahnformel: I1 - - M1 M2 M3 -> 16 Zähne
für Meerschweinchenverwandte :  I1 - P1 M1 M2 M3 -> 20 Zähne



Verhalten

Die meisten Nager sind sehr soziale Tiere, verteidigen allerdings ihre Bauten gegenüber Feinden wehement.
Bei den in großen Gruppen lebenden Arten z.B. Mäusen und Ratten kann man den Zusammenhalt sehr schön bei der Aufzucht des Nachwuchs sehen, wenn sich alle Weibchen der Gruppe um die Würfe kümmern.

Auf Grund der Lebensumstände sind viele Nager nacht- oder dämmerungsaktiv, da ihre Feinde (Greifvögel oder hunde- / kartzenartige Raubtiere) sie sonst besser aufspüren könnten. Es gibt allerdings auch Nager die phasenaktiv sind, d.h. sie wechseln in bestimmten Stundenrhythmen ihre Schlaf- und Aktivitätsphase ab, z.B. Rennmäuse. Natürlich gibt es auch die ein oder anderen tagaktiven Tiere wie z.B. Eichhörnchen, Meerschweinchen.

Ansonsten zeigen sie sehr unterschiedliche Verhaltensweisen jenachdem in welchen Umgebungen sie leben buddeln sie sehr viel und legen unterirdische Bauten an, leben am Erdboden in Höhlen oder unter Laub oder sie leben weit oben in den Baumkronen und sind hervoragende Kletterer mit Höhlen in Baumstämmen.



Nachwuchs

Für kleine Nagetiere ist die Überlebenschance nicht gerade sehr hoch, da sie sehr viele größere Feinde haben. Deshalb haben sie eine andere Möglichkeit gefunden nicht auszusterben - die hohe Fruchtbarkeit.
Meist sind diese sehr früh geschlechtsreif , haben größere Würfe und können direkt nach der Geburt wieder schwanger werden.

Die meisten Nager sind Nesthocker und werden blind, taub und nackt geboren. Sie ziehen den Nachwuchs entweder als Paar oder in großen Gruppen auf. Es gibt nur einige Ausnahmen, wie z.B. den Goldhamster der die meiste Zeit über allein lebt und nur zur Paarung zusammen kommt.


Haustiere

In Laufe der Zeit haben Menschen immer mehr Tierarten "um sich versammelt" anfangs für die Ernährung (Schweine, Rinder etc), später zum Schutz von Haus und Hof (Wölfe bzw. Hunde). Die meisten Nager wurden als Labortiere gefangen und vermehrt. Von dort aus verbreiteten sie sich immer weiter in die Haushalte. Heute werden Exoten oft wegen ihrer Seltenheit gefangen und versucht zu domestizieren.
In Laufe der Domestizierung/Züchtung können sich durch Mutationen z.B. andere Fellfarben und -variationen ausbilden, die Ernährung kann sich ändern oder Verhaltensweisen anpassen. Allerdings breiten sich auch immer mehr Erbkrankheiten und "Fehlbildungen" aus, die die Lebenserwartungen immer weiter verkürzen. Letzteres liegt oft daran, dass immer mehr reinrassige Tiere gepaart werden ohne darauf zuachten in wie weit die Gene auch negative Auswirkungen haben können, viele Tiere würden nicht lange in der Wildniss überleben (viele Gene sind auch nicht komplett erforscht).

Was sich allerdings in Gefangenschaft nicht ändert, aber leider oft übersehen wird ist, dass gerade Nager eine hohe Fortpflanzungsrate haben. In Gefangenschaft wird dieser auch durch Platzmangel kein einhalt geboten.

Zu guter Letzt haben wir hier noch eine Liste mit Tierarten bzw. Rassebezeichnungen, welche als Haustiere gehalten werden, zumindest von welchen wir schon gehört haben. Auf unseren Nagerseiten finden sie zu einigen von ihnen auch ausführliche Informationen, allerdings nur zu denen, welche wir schon selber gehalten haben (Ausnahme: Ratten). Bitte denken sie immer daran, dass jedes Tier spezielle Ansprüche hat, über welche sie sich vorher informieren müssen, gerade bei Exoten kann sich die Haltung oft als schwierig erweisen und sollte niemals die erste Erfahrung mit Haustieren darstellen.

Chinchilla (Lang- & Kurzschwanzchinchilla)

Degu

Eichhörnchen

Hamster
  • Mittelgroßehamster: Syrischer Gold- & Teddyhamster (auch Pandahamster gehören dazu)
  • Zwerghamster: Dsungare, Roborowski, Campell, Chinesicher Streifenhamster
Maus
  • afrikanische Knirpsmaus
  • afrikanische Streifengrasmaus
  • afrikanische Vielzitzenmaus
  • afrikanische Zwergmaus
  • Farbmaus
  • Rennmaus / Jird (Meriones: Mongolische, Persische, Fettschwanz, Buschschwanz, Fette Sandratte)
  • Gerbil (Gerbillus: Blasse Rennmaus)
  • Kaktusmaus
  • Stachelmaus (Gold, Nil)
  • Tüpfelgrasmaus
  • Zwergstachelmaus
  • eurasische Zwergmaus
  • Vielstreifengrasmaus
Turkmenischer Maushamster

Meerschweinchen
(Cuys = Riesenmeerschweinchen: Masttierzucht, bis zu 4kg schwer und 50cm lang)
  • Kurzhaar: Glatthaar M., Crested M., Rosetten M., Rex M., Teddy M., Ridgeback M., Somali M., Curly M., kurzhaar Peruaner
  • Langhaar: Sheltie M., Coronet M., Peruaner M., Angora M., Texel M., Merino M., Mohair M., Alpaka M., Lunkarya M.,
  • nackt M. : Skinny Pigs, Baldwins
Kaninchen (sind keine Nagetiere, werden aber oft mit ihnen genannt)
(Widder = Kaninchen mit hängenden Ohren)
    Hier die Einteilung der in Deutschland anerkannten Zuchtrassen
  • Große Normalhaar Rassen (ohne Höchstgewicht): Deutsche Riesen
  • Mittelgroße Normalhaar Rassen (bis 5,5 kg):
  • Klein Normalhaar Rassen (bis 3,75 kg)
  • Normalhaar Zwergrasen (bis 2 kg): Zwergwidder, Hermelin, Farbzwerge, Zwergschecken
  • Haarstruktur Rassen (Satin Kaninchen: seidigartiges glänzendes Fell, bis 4,5 kg)
  • Kurzhaar Rassen (Rex-Kaninchen: sehr kurzes Fell, bis 4,5 kg)
  • Langhaar Rassen: mit langen Haaren oder Wolle, zB Angora, diese müssen regelmäßig geschoren werden)
Ratte
  • Farbratte (Dumbo-Ratte, Huskieratte)
  • Akazienratte
  • Hausratte
  • Wanderratte
  • Nilgrasratte
  • Baumwollratte
Streifenhörnchen

Wühlmäuse
  • Rötelmaus / Waldwühlmaus
  • Schilfwühlmaus
  • grauer Steppenlemming
Afrikanischer Zwergschläfer

zwar keine Nager aber trotzdem vllt eine Alternative zum "normalen" Haustier, allerdings nur wenn man sehr viel Platz hat
  • weißbauch Igel
  • Frettchen
  • Tanrek



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