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Farbmaus - Hausmaus (Mus musculus)

Die Farbmaus ist eine Zuchtform der Hausmaus,
der über mehrerer Generation hinweg verschiedene Fellfarben und Fellvarianten angezüchtet wurden.
| Überordnung: | Euarchontoglires |
| Ordnung: | Nagetiere (Rodentia) |
| Unterordnung: | Mäuseverwandte (Myomorpha) |
| Überfamilie: | Mäuseartige (Muroidea) |
| Familie: | Langschwanzmäuse (Muridae) |
| Unterfamilie: | Altweltmäuse (Murinae) |
| Gattung: | Mäuse (Mus) |
| Art: | Hausmaus (Mus musculus) |
Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben und Schattierungen, allerdings gibt es auch Qualzüchtungen, die man nicht kaufen sollte
(und erst Recht nicht aus Mitleid). Zu den Qualzüchtungen gehören z.B.:
- Albinos (weiße Mäuse mit roten Augen)
- Lockenmäuse (stark gewelltes Fell und gewellte Tasthaare)
- Nacktmäuse (haben kein Fell)
- Tanzmäuse (laufen/springen meist im Kreis)
Hellbraune und hellbraun-weiße Farbmäuse neigen durch ein Gendefekt dazu "Fett" zu werden.
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Äußere Merkmale
Die Farbmäuse haben an den Füßen Duftdrüsen, um ihr Revier zu makieren.
Sinnesorgane
Die Tasthaare / Sinushaare sind für die kleinen Nager sehr wichtig zur Orientierung.
Es kann vorkommen, dass einzelne Weibchen anderen Mäusen der Gruppe beim putzen diese abknabbern, da es sich hierbei um ein Zwangsverhalten handelt kann man es auch nicht unterbinden. Wenn es nur ein Übeltäter ist, dann handelt es sich um die einzige Maus mit Tasthaaren, wenn keine mehr welche hat, muss man kleinere Gruppen bilden, da die Tasthaare wieder nachwachsen können, kann auch so der /die Täter gefunden werden.
Unsere Mäuse haben sich auch ohne Tasthaare genauso verhalten wie mit, weshalb es nicht gleich aufgefallen, allerdings können wir nicht sagen in wieweit es den Mäusen schadet z.B. wenn sie in eine neue Gruppe/Umgebung kommen.
Zähne & Krallen

Geschlechtsmerkmale
Weibchen haben einen kleineren Abstand zwischen Genital- und Analöffnung und besitzen 8 Zitzen, die in der Schwangerschaft und Säugezeit sehr deutlich werden, ansonsten aber schlecht zu sehen sind. Bei den Männchen sind die Hoden meist in die Bauchhöhle eingezogen und somit schlecht zu erkennen.| zurück nach oben |
Verhalten & Charakterzüge
Aktivitäten
Die Farbmaus ist ein sehr intelligentes, neugieriges und aufgewecktes Tier, welches Herausforderungen liebt.Sie merken schnell wie sie beim Einfangen entkommen, sich Futter aus Verstecken holen oder auch kleinste Ritzen zum Ausbruch nutzen können.
Wir haben einige Ausbrüche erst im nachhinein mitbekommen und konnten auch waghalsige Ausbruchversuche beobachten^^
Bei den kleinen sollte man wirklich mit allem rechnen, vor allem wenn sie noch nicht ausgewachsen sind.
Sie quetschen sich durch alles wo der Kopf gerade mal durchpasst, sie schaffen es sich nur mit den Vorderpfoten/Krallen an Seilen hochzuziehen oder auch mehr als 30 cm hoch zu springen, falls sie nicht einfach die Wand hochklettern können.
Sozialverhalten
Sie sind sehr sozial und somit unbedingt in einer Gruppe zu halten.Vor allem bei Weibchen kann man den Gruppenzusammenhalt gut beobachten, sie ziehen sogar alle Jungtiere in einem Nest auf und unterstützen die Mütter als Hebamme und "Babysitterin".
Geräuche
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Haltung
Bei der Haltung ist wichtig, dass die Tiere in Gruppen gehalten werden, am besten eine reine Weibchengruppe, da es bei Männchen oft zu Streiterein kommt. Hinzu kommt, dass die männlichen Mäuse von sich aus mehr/intensiver riechen als die Weiblichen, allerdings haben unsere Weiber dafür mehr Dreck gemacht, wodurch der eigentliche Vorteil keiner mehr war. Die Käfiggröße sollte unserer Meinung nach nicht kleiner als 80cm Länge x 40cm Tiefe x 40cm Höhe.
Gerade bei Farbmäusen muss der Käfig sehr oft mindestens jede Woceh gereinigt werden, frisch Futter natürlich jeden Tag entfernen. Bei einer größeren Gruppe muss man öfters sauber machen, es kann sein dass auch nur Teile des Streus in der Hälfte der Woceh gewechselt werden können, falls die Tiere immer nur in eine Ecke gehen, allerdings um so schmutziger es wird um so wahrscheinlicher ist es, dass die Tiere überall hin machen.
Art der Unterbringung:
(+ Vorteil, ~ neutral, - Nachteil)
Gitterkäfig:
-
+ Trinkflasche ist von Außen anbringbar
+ die Gitterstäbe dienen als Klettermöglichkeit
+ gut ausbaubar
~ Streu kann rausfallen, allerdingst wühlen die Mäuse nicht so stark
- durch die Gitter verbreiten sich der starke Geruch der Farbmäuse
- es muss mindestens ein 0,6cm Gitter sein, allerdings kommen hier Jungtiere immernoch hinaus
- manche Tiere nagen sehr viel an den Gittern
- Gitter behindern die Sicht
-
~ freie Sicht
- starke Ausscheidungen -> Gefahr für schlechte Belüftung, da das Amoniak schwerer ist als Luft und somit am Aquarienboden bleibt, kann es zu Gefährdung der Tiere kommen
- Greifen von oben löst Fluchtreflex aus
- Anbringen von Sachen ist schwieriger
- es muss eine extra Abdeckung angebracht werden
ein spezielles Nager Terrarium nennt man Cricetinarium.
-
+ gute Belüftung, ist gerade bei Farbmäusen sehr wichtig
+ Minderung der Gerüche, zumindest solange die Türen zu sind
+ man kann sie von vorn greifen
~ Streu fällt nicht raus
- Anbringen von Sachen ist schwieriger
- nimmt man ein normales Terrarium, kann es zu Problemen mit den Krallen und der unteren Lüftung kommen, da die Kleinen darauf rumlaufen und sich verletzen können, wenn die Löcher zu groß sind
Standort
Das Mäuseheims sollte etwas höher stehen, da beim Vorbeilaufen sonst ein Fluchtreflex ausgelöst wird. Die Feinde der Tiere sind vor alle Raubvögel, die ebenfalls von oben kommen. Der Standort sollte ruhig und frei von Zigarettenrauch, intensiven Gerüchen (keine Küchen), Zugluft, direkter Sonneneinstrahlung und starken Temperaturschwankungen sein.Da die Mäuse auch nachts laut sein können, sollten sie nicht im Schlafzimmer stehen, zudem könnte es sehr unangenehm riechen.
ideale Luftfeuchtigkeit: 50-60%
ideale Raumtemperatur: 18-22°C
Zubehör
Hier gibts noch ein paar Links auf andere Seiten von uns:
- Haltung und Käfigeinrichtung (Vorschläge zu Käfigen, vom Laufrad über Spielplatz bis Eigenbau)
- Ernähung (ausgewogene und richtige Ernährung ist wichtig)
- Gesundheit (Wie erkennt man ob ein Tier gesund ist?!)
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Nachwuchs
Paarung
Mäusenachwuchs zu bekommen ist nicht sonderlich schwer, sobald ein Männchen die Chance bekommt wird es diese nutzen. Viele nehmen an, dass die Mäuse sich nicht paaren, wenn der Platz zu klein ist, dem ist nicht so, die Triebe lassen sich nicht mit kleinen Käfigen zügeln.Die meisten Männchen besteigen alle Weibchen außer diese sind bereits trächtig, dann zeigt es kein interesse mehr an diesem.
Bei den Weibchen merkt man an einem quiekenden aggressiven Verhalten, dass diese nicht bereit zur Paarung sind, das kann für das Männchen blutig enden. Dies liegt meist an dem jungen Alter der Weibchen und legt sich mit dem Alter, das Alter unterscheidet sich bei den Mäusedamen um ein paar Tage/Wochen.
Wenn das Männchen es geschaft hat das Weibchen erfolgreich zu besteigen, dann bildet sich bei dem Weibchen ein Propfen, der bis zu 24 Std. nach dem Paarungsakt sichtbar ist.
Ansonsten werden Männchen mit ca. 5 Wochen und die Weibchen mit ca. 4 Wochen geschlechtsreif.
Der erste Nachwuchs sollte im Altern von 4-8 Monaten des Weibchens passieren.
Schwangerschaft & Geburt
Sollte das Weibchen trächtig sein, dann dauert es 19-21 Tagen bis die Jungen auf die Welt kommen, zu sehen sind nach ca. 14 Tagen Auswölbungen am Hinterteil und ein dicker Bauch, wenn die Maus sich streckt. Das Weibchen bleibt bis kurz vor der Geburt sehr aktiv und kletter weiter im Käfig rum.Wenn man noch nix sieht, aber einen Verdacht hat, dass sie schwanger sein könnte, dann einfach mal regelmäßig wiegen.
Das Männchen sollte aus dem Käfig genommen werden, da das Weibchen sonst direkt wieder gedeckt werden könnte, spätestens 1 Woche vor dem Wurf sollte das passieren, da es sonst zu stressig für die Mutter wird.
Während der Schwangerschaft muss das Weibchen viele Proteine aufnehmen z.B. durch Quark, Joghurt, Käse, Lebendfutter etc.
Da die Mäuse eine große soziale Bindung haben, sollte die schwangere Maus nie allein sein, denn die anderen Weibchen sind sehr aktiv an dem Nestbau und an der Nachwuchspflege beteiligt.
Entwicklung der Jungen
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| 1 Tag alt | 5 Tage alt | 6 Tage alt | 8 Tage alt | 10 Tage alt | 20 Tage alt |
Die Jungen (ca. 4-20 Stück) werden nackt, blind und mit geschlossenen Ohren geboren. In der ersten Woche bildet sich das Muster und nach 1,5 Wochen wächst langsam das Fell.
Nach etwa 14 Tagen sind sie dann "komplett" mit Fell, offenen Augen und Ohren.
Nach 3 Wochen könnte man die Babys von der Mutter trennen (falls sie anfangen allein zu essen), allerdings sollte man noch eine Woche warten, da auch das Sozialverhalten erst erlernt werden muss.
Je länger die Babys bei der Mutter bleiben, um so besser, allerdings ist dann das Risiko höher, dass es zu Inzucht kommt.
Zwergwuchs: Es kann vorkommen, dass einige Babys viel kleiner sind als die anderen, die Überlebenschancen der Kleinen scheinen niedriger als von den anderen zu sein, zumindest haben unsere alle nicht überlebt. Dieser Fehler scheint aber auch nur selten vorzukommen, bei über 100 Babys kam das nur 3mal vor bei 2 von 8 Weibchen.
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