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Ernährung

Es ist sehr wichtig, dass man bei jedem Tier darauf achtet, was es fressen darf und was nicht.
Im Laufe der Zeit haben sich die Verdauungstrakte jeder Art speziell auf deren natürliche Essgewohnheiten angepasst.
Wenn man sich hier nicht richtig informiert, dann kann es unter Umständen tödlich für das Tier sein, auch wenn man es gut meint.
Es ist vollkommen falsch zu glauben, dass die Tiere wissen was gut für sie ist, sie fressen also grundsätzlich erstmal alles was man ihenen gibt, egal ob es ihnen schadet oder nicht.

Allgemeines


Es gibt einige wichtige Punkte die man grundsätzlich beachten sollte:
  • so wenig Zucker wie möglich
  • so fettarm wie möglich
  • alle 1-2 Tage frisches Wasser geben (auch bei Frischfutter sollte bei allen Tieren Wasser angeboten werden) und Trinkflasche/-napf heiß (aber ohne Spülmittel) ausspühlen, um Bakterien abzutöten
    Man sollte nicht zu kaltes Wasser benutzen und bevor man es einfüllt etwas laufen lassen, damit nicht soviel Ablagerungen im Trinkwasser landen
  • max. einmal die Woche Leckerlies aus dem Handel füttern (z.B. Drops etc.)
  • regelmäßig Frischfutter (Obst & Gemüse) zugeben
    • nicht zuviel Obst, wegen dem Zucker
    • immer die Kerne und die Schale entfernen
    • kein Kohl füttern!
    • nichts exotisches und nach Möglichkeit einheimisches oder europäisches Obst/Gemüse verfüttern
  • nicht nur reines Nager-Mix füttern, durch Kräuter und Samen ergänzen, teils auch Lebendfutter (je nach Art)
  • Nüsse sollten aus dem Mix gesammelt werden, bei Erdnüssen ist das Problem, dass diese innerlich schnell Schimmeln, zusätzlich nehmen die Nager sonst zu viel Fett auf, lieber Nüsse und Sonnenblumenkerne selten in kleineren Mengen separat füttern.
  • bei allen Futtersachen drauf achten, dass sie nicht behandelt/gedüngt sind
Je nach Tierart gibt es dann entweder noch ergänzendes zu füttern oder aber Futter auf das man verzichten sollte.

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    Ergänzungsfutter & Leckerlies


    A : Karottensticks
    B : Hirse
    C : Drops (hier Käse)
    D : Knabberkissen (Getreide, Karotten)
    E : Sonnenblumenkerne
    F : tierisches Eiweiß (Insekten: Grillen, Würmer, Garnelen etc.)
    G : Vitaminpellets (hier mit Karotte)
    H : Maiskörner
    I : Karottenchips
    J : Sittichfutter
    K : Haferflocken

    Dies ist natürlich nur eine Auswahl und noch lange nicht das Ende der Möglichkeiten, die es zu kaufen gibt.
Bachflohkrebse Getreideaehren
Cocosflocken Gemueseflocken
getrocknete banane
    Bild oben links:
    Bachflohkrebse, sollten als Eiweißfutter dienen wird von unseren Nagern aber nicht gern gegessen

    Bild oben rechts:
    Getreideähren, unsere Renner lieben sie

    Bild mitte links:
    Kokosnussraspeln als seltene Leckerlies

    Bild mitte rechts:
    getrocknetes Gemüse

    Bild unten:
    getrocknetes Obst (hier Banane)


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    Heu, Kräuter & Pellets


    Bild oben: normales Bergwiesenheu (links) und gemischtes Heu mit Apfelstücken (rechts)
    Bild unten: getrocknete Gartenkräutermischung (links) und Chinchillapellets (rechts)

    Heu sollte bei keinem Tier fehlen, da es auch gut für die Verdauung ist, (zudem wird es nicht nur zum Essen benutzt). Man bekommt viele verschiedene Heuarten, wobei die Zusammenstellung leicht abgewandelt ist z.B. mit extra Blumen oder Kräutern versetzt oder auch Obst oder Gemüse.

    Auch Kräuter bieten eine schöne Ergänzung zum Grundfutter und kann sowohl getrocknet als Mischung oder aber frisch gekauft werden. Unsere Dsungaren und Farbmäuse haben gern Basilikum gegessen.

    Alternativ zu dem Grundfuttermix gibt es noch Pellets, allerdings haben wir damit sehr schlechte Erfahrungen gemacht, denn keins unserer Tiere wollte es fressen, das wurde uns auch schon von anderen Haltern bestätigt.

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Pellets vs Mischfutter bei verschiedenen Tierarten (klick)

Artenspezifisches

Mäuse:

Organe des Hamsters Verdauungstrakt einer Ratte

Mausfuttermix Rennmausfuttermix
    Bild oben: Mäusegrundfuttermix mit Haferflocken und Sittichfutter gemischt
    Bild unten: Rennmausgrundfuttemix mit Sittichfutter und Erbsenflocken

    Mäuse fressen in der Natur Insekten und benötigen deshalb auch in Gefangenschaft proteinreiches Essen, allerdings sollte die Menge an die Bewegung der Tiere angepasst sein. Rennmäuse brauchen in der Natur zwar mehr Proteine als z.B. Farbmäuse, allerdings bewegen sie sich in den meisten Käfigen nicht soviel von daher sollte man nicht zu viel zufüttern.
    Das Mäusegrundfutter bzw. das Rennmausgrundfutter (proteinhaltiger) enthalten ausreichend tierische Proteine, aber ab und zu kann auch z.B. etwas fettarmer Joghurt oder ein Insekt zugefüttert werden.
    Vor allem während der Schwangerschaft sollte ausreichend Proteine vorhanden sein, da nach der Geburt sonst die Gefahr besteht, dass die Jungen gefressen werden.
    Bei hellbraunen Farbmäusen sollte besonders fettarm gefüttert werden, da diese meist ein Gendefekt haben und somit stark zu Fettleibigkeit neigen.

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(Zwerg)hamster:

Organe des Hamsters Verdauungstrakt eines (Zwerg)hamster
Hamsterfuttermix Zwerghamsterschmaus


    Bild oben: Hamstergrundfuttermix (das ist nicht für Zwerghamster geeignet, da es sehr viel große Teile enthält, die liegen bleiben)
    Bild unten: Zwerghamstergrundfuttermix, hier sind zum größsten Teil kleinere Futterstücke

    Die Ernährung sollte gesund und abwechslungsreich sein (so wie bei uns eigentlich auch). Da Bedeutet aber leider auch, dass die meisten Futtermischungen in den Zoohandlungen nicht geeignet sind, da dort sehr viele Nüsse und Sonnenblumenkerne untergemischt werden, welche wiederum sehr fetthaltig sind.
    Das Grundfutter für Zwerghamster sollte vielmehr eine Vielzahl von Kleinsämereien, wie z.B. Hirse, Kanariensaat, etwas Hafer sein.
    Natürlich dürfen Nüsse und Sonnenblumenkerne im Futter enthalten sein, aber eben nur in geringen Mengen, damit die Tiere nicht verfetten und krank werden z. B. Leberschäden.

    Hamster fressen in der Natur ebenfalls Insekten und brauchen somit proteinhaltiges Futter (was schon im Grundfutter drin sein sollte), aber unsere Dsungaren freuen sich auch sehr über eine Grille/Heuschrecke oder Garnele (allerdings sollte das ehr selten zugefüttert werden) um die kleinen in Bewegung zu bringen kann man die Tiere auch lebend verfüttern. Eiweißreiches Essen ist vor allem im Wachstum der Jungtiere und der Trächtigkeit der Weibchen wichtig.

    Als Ergänzungs- & Beschäftigungsfutter kann man auch Kolbenhirse, Getreideähren oder Maiskolben ab und zu in kleinen Mengen anbieten.

    Bei Hamstern muss man immer bedenken, dass sie ihr Essen "hamstern" also irgendwo in einer Ecke lagern, deshalb sollte immer mal wieder nach geguckt werden, um einzuschätzen wie viel der Hamster wirklich isst.
    Regelmäßig die Ecke leeren!
    Vor allem Dsungaren neigen stark dazu fett zu werden, also hier besonders darauf achten, dass nicht soviel Nüsse und Sonnenblumenkerne gefüttert werden.

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Steppenlemminge:

    Für Lemminge gibt es keine spezielle Mischung zu kaufen, somit muss man auf andere Mischungen zurück greifen oder selber mischen.
    In freier Wildbahn ernähren sich Steppenlemminge hauptsächlich von grünen Pflanzenteilen, Wurzeln, Moos und Grassamen. In geringeren Mengen nehmen sie auch tierische Eiweiße zu sich.
    Der Kohlenhydrat- und Zuckeranteil in der Nahrung sollte eher wenig ausmachen. Am meisten sollte Grünfutter gereicht werden, dies kann mit Grassamen und Wellensittich futter gemischt werden. Als Grünfutteranteil kann Wurzelgemüse wie Möhren, Sellerie, Steckrüben und Petersilienwurzeln gereicht werden.
    Wichtig ist darauf zu achten, dass der Zuckergehalt gering ist, also auch garnicht bis wenig Obst reichen, da Steppenlemminge nach verschiedenen Berichten zu Diabetes neigen.

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Degus:

Degufuttermix
    Degus leben in kargen Gegenden und somit hat sich auch deren Verdauungstrakt darauf eingestellt. Bei einer gesunden Ernährung muss auf vieles verzichtet werden, zum wohle des Tieres ! (auch wenn es schwer fällt).

    Was darf auf keinen Fall gefüttert werden ?

    • Obst und Trockenobst ist tabu, Obst enthält viel Zucker und führt bei Degus schnell zu Diabetis, wodurch das Tier auch erblindet!
    • fettige und süße Leckerlies sind ebenfalls tabu
    • Kohlsorten führen zu Blähungen und sollten nicht gefüttert werden
    • Salzlecksteine schaden Degus und gehören nicht in den Käfig
    • trockenes Brot ist zu kalorienreich und kann leicht von innen verschimmeln, lieber Äste zum Knabbern geben
    • Zweige von Kirch- und Pflaumenbäumen, Tannen, Fichten, Eiben sollten nicht geüttert werden, da unbekömmlich / lebensgefährlich

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Zwergschläfer:

    Im Gegensatz zu den meisten Nagern brauchen die Zwergschläfer sehr viel Energie, da sie schnell und viel Klettern und Springen. Somit schadet es den Kleinen auch nicht, wenn sie viel Obst oder fettige und proteinreiche Nahrung essen.
    Den Kleinen sollte eine Mischung aus Körnerfutter (z.B. Papageien und Wellensittigfutter), Obst (z.B. Apfel, Birne, Kiwi, Melone, (überreife) Bananen, Pfirsische oder Erdbeeren), Gemüse ist zwar nicht beliebt aber wichtig (z.B. Gurke, Tomate, Möhren, Rote Beete) und proteinreiche Lebensmittel (z.B. Mehlwürmer, Heimchen, Heuschrecken, Ei, Magerquark, Joghurt).
    Obst und Gemüse müssen gut gewaschen werden, aber nicht unbedingt geschnitten und geschält, das können die Kleinen mit ihren scharfen Zähnen und Krallen selber.

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Essensplan-Vorschlag

Obst:
  • enthält viel Zucker und darf nur in kleinen Mengen 1-2 mal die Woche gefüttert werden
  • muss immer geschält und entkernt werdn
  • Exotische- und Citrusfrüchte sollten nicht gefüttert werden

  • JANEIN


    Apfel
    Birne
    Kirschen
    Erdbeeren
    Aprikosen
    Melone
    Weintrauben
    Bananen (vorsichtig)
    Kokusnuss(raspeln)
    Zitrone
    Orange
    Kiwi
    Ananas
    Granad-Apfel
    Litschis
    ...

    Gemüse:
  • sollte als Frischfutter oft dazugefüttert werden
  • muss immer geschält und entkernt werdn

  • JANEIN


    Gurke
    Karotte mit Grün
    Paprika
    Tomate ohne Grün
    Kartoffel ohne Augen
    Salat (vorsicht Nitrathaltig)
    Kohl (vorsicht: Blähungen)
    Zwiebelgemüse (Lauch, Zwiebeln, Knoblauch...)

    Getreide / Sämereien:
  • es gibt mehlige und ölige Getreidearten und beide sollten nur selten gefüttert werden

  • JANEIN


    Weizen
    Gerste
    Roggen
    Reis
    Hafer
    Hirse / Kolbenhirse (darf öfters)
    Kanariensaat
    Mais

    Hanf
    Sonnenblumenkerne
    Sesam
    Kürbiskerne
    Soja

    Nüsse:
  • sind sehr fettig und nur als Leckerlies einmal die Woche zu reichen

  • JANEIN


    Haselnuss
    Erdnuss (Vorsicht schimmelt leicht innen)
    Mandeln (giftig)
    Walnuß (giftig)

    Eiweiß:
  • ist sehr wichtig bei den nicht vegetarischen Tieren und besonders bei schwangeren
  • man kann lebende oder tote Insekten füttern

  • JANEIN


    Bachflohkrebse (nicht sehr beliebt)
    Garnelen
    Grillen/Heuschrecken
    fettarmer Joghurt
    mager Quark
    steifes Eiklar
    Katzentrockenfutter (vorsicht, wenn zucker- und fetthaltig)
    Mehlwürmer (zu fetthaltig)
    Eigelb

    Kräuter / Pflanzen:
  • hier ist Vorsicht geboten, denn einige Kräuter haben medizinische Wirkungen, die beim Dauerverfüttern an Wirkung nachlassen
  • viele Pflanzen sind giftig, deshalb Vorsicht beim Freilauf im Zimmer und Garten

  • JANEIN


    Petersilienwurzel
    Nagergras
    Basilikum (Vorsicht: Abführend und Krampflösend)
    Dill
    Melisse
    Pfefferminze (wenig)
    Majoran
    Oregano
    Löwenzahn
    Gänseblümchen
    Süßholz
    Petersilie
    Zimmerpflanzen







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